© Samtgemeinde Neuenhaus

Skulptur Der Pferdehändler

Eine Skulptur im Herzen von Neuenhaus.

Kraft zeichnet die beiden aus: den Händler, der gemessen und sicher auf den Markt zuschreitet und seine Ware bereits mit einer Handbewegung anpreist, das Pferd, das eher unruhig in die Szene tritt. Es ist Markttag in Neuenhaus vor etwa 100 Jahren.

Und doch ist die Szene zeitlos: Der Mensch bändigt die Kreatur, macht sie sich untertan, eine Handlung, die die Menschwerdung begleitet. Und deshalb wohl tritt hier kein konkreter Händler im gewohnten Bauernkittel mit der Kipse auf, sondern der Mensch schlechthin, selbst eine Kreatur.

Der Künstler könnte die Aufeinander-Bezogenheit der beiden Wesen nicht besser darstellen, als dass er sie in ihrer Beschaffenheit ähnlich ausformt. Reiter, Soldaten, Jockens, Kutscher, auch der Pferdehändler können das Tier nur wirklich ihrem Willen unterordnen, wenn sie selbst auf das Wesen des Tieres sensibel eingehen können.

Warum aber zerschlägt Desmarets die klare, glatte Oberfläche seines Kunstwerkes? Drei mögliche Antworten, die der Künstler nicht gibt:
1. Es ist seine Bildsprache, die den einfachen, aber gekonnten Naturalismus seiner Werke aufbricht.
2. Auch der Herstellungsvorgang, das Innenleben seiner Plastiken, wird so erfahrbar.
3. Die Szene ist zeitlos, aber in einer Zeit zunehmender Motorisierung auch fragwürdig, brüchig. Sicherlich gibt es auch heute Pferdeliebhaber, Pferdekenner, in starkem Maße auch unter Kindern, doch das Aufeinander-Angewiesensein früherer Zeiten ist wohl für immer vorbei, also Geschichte.

Die Idee, die Skulptur eines Pferdehändlers am Alten Markt zwischen den beiden geschichtsträchtigen Giebelhäusern aufzustellen, entstand im VVV. Das Pastorenhaus ist so alt wie die Reformierte Kirche - sie wurde am Ende des 30 jährigen Krieges errichtet-. Hier und in der Hauptstraße fand bis ins vorige Jahrhundert hinein der Pferde- und Viehmarkt statt, der für Neuenhaus eine bedeutende wirtschaftliche Bedeutung besaß. Der Zwischenraum der beiden Häuser deutet die Stiege an, aus der heraus das Tier vorgeführt wurde.

Die Realisierung des Skulpturenvorhabens wäre ohne die Unterstützung des Stadtrates und der Sparkassenstiftung nicht denkbar gewesen. Jan Desmarets entwarf die Skulptur. Er lebt in Süd-Belgien. Er ist nicht nur Bildhauer, der seinen Werken in den geeigneten Materialien Form verleiht (z. B. in Ton), sondern versteht sich auch auf die faszinierende Kunst des Bronzegießens. In einer eigenen Werkstatt knetet er das weiche Wachs und gießt die glühende Bronze in die Formen. Der ganze Vorgang bis zur Nacharbeit und dem Patinieren liegt in einer Hand.

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