

Das Schlossmuseum befindet sich im sogenannten Remter in der Kronenburg der Burg Bentheim. Der Remter ist ein Raum über dem Rittersaal, der mit seinem Kreuzrippengewölbe und mächtigem Mittelpfeiler ein Zeugnis mittelalterlicher Vergangenheit darstellt. Prinz Oskar zu Bentheim hat verschiedene Exponate und Zeugnisse zusammengetragen, die auf anschauliche Weise die Geschichte des Füstenhauses dokumentieren.
Öffnungszeiten: März-Okt. tägl. 10-18 Uhr, Sonntag 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit

Das Sandsteinmuseum befindet sich im Schlosspark unterhalb der Burg Bentheim. Das Museumsgebäude setzt sich aus einem historischen Bentheimer Ankerbalkenhaus sowie einem angrenzenden Neubau zusammen. Ein thematischer Schwerpunkt der ca. 175 m² großen Ausstellungsfläche sind romanische Taufsteine. Aber auch über Abbau, Bearbeitung, Transport und Verwendung des Sandsteins erfahren Sie viel Wissenswertes. Bereits im 12. Jh. wurde Sandstein in Bentheimer und Gildehauser Gruben gebrochen. Als Bau- und Werkstein hat er bis in die heutige Zeit vielfältige Verwendung gefunden. Das Leben der Menschen und auch die wirtschaftliche Entwicklung in der Region wurden über Jahrhunderte durch den Abbau und Export des "Bentheimer Goldes" bestimmt.
Öffnungszeiten: Di.-So. 14-18 Uhr (Nov.-Feb. 14-17 Uhr)

Das Geologische Freilichtmuseum befindet sich in Gildehaus, ganz in der Nähe des einzigen noch in Betrieb befindlichen Steinbruchs der Grafschaft Bentheim. Entlang eines Rundweges von 200 m können Sie über 50 Exponate und 16 verschiedene Gesteinsarten besichtigen. Natursteine aus aller Welt - vom 30.000 Jahre jungen Travertin bis hin zum 1,4 Milliarden Jahre alten indischen Granit - führen Sie auf eine Zeitreise besonderer Art. Hier lässt sich Naturgeschichte unter freiem Himmel hautnah erleben. [Download Flyer]
Öffnungszeiten: täglich geöffnet

Die Museen befinden sich im Franziskanerkloster des Bad Bentheimer Ortsteiles Bardel. Das Brasilienmuseum ist aus der Arbeit der Franziskaner in Nordost- und Nordbrasilien entstanden. Die Ausstellungsstücke beziehen sich auf die kulturellen, wirtschaftlichen, religiösen und ethischen Ursprünge Brasiliens. Besonders sehenswert sind die Gebrauchsgegenstände indianischen Ursprungs sowie die Kultobjekte afro-amerikanischer Religionen. Dem Besuch des Briefmarkenmuseums wird Verständnis für christliche Motive auf Briefmarken vorausgesetzt. Etwa 10.000 Briefmarken verschiedener religiöser Themen wie u. a. dem Neuen Testament, dem Heiligen Franziskus von Assisi, Madonnenmarken und vielem mehr sind in dem Museum ausgestellt.
Öffnungszeiten: Besuch nur nach telefonischer Anmeldung, Tel. 05924 / 78720

Der Maler, Grafiker und Holzschneider Otto Pankok (1893-1966) kam 1936 nach Gildehaus, um sich dort wie vermutet vor den Verfolgungen der Nazis in Sicherheit zu bringen. Otto Pankok befasste sich in seinen Werken besonders mit dem Leid der Verfolgten und Geächteten und weckte so den Unmut der Nazis. Typisch für den Maler sind seine großformatigen Kohlegemälde. Aus der Gildehauser Zeit stammen über 100 dieser Gemälde, die jahrelang unerkannt und unbeachtet eingelagert waren. Ein Teil davon wurde erstmals im Jahre 1994 ausgestellt. Mit großzügiger Unterstützung von Eva Pankok, der Tochter des Künstlers, wurde 1996 im ehemaligen Rathaus in Gildehaus schließlich eine Dauerausstellung mit Gemälden Otto Pankoks eingerichtet. Der inzwischen gegründete Verein "Otto-Pankok-Gildehaus" hat sich zum Ziel gesetzt, das Werk des Malers zu erhalten und weiter bekannt zu machen.
Öffnungszeiten: Sa., So. 14-17 Uhr, Mi. 15-17 Uhr