

Bei der Wassermühle Lage (erbaut 1720 an der Dinkel) handelt es sich um eine Unterschlagmühle mit zwei Rädern, die eine Korn- und eine Ölmühle antrieben. Bis 1914 hat die Mühle Lage selbst mit Elektrizität versorgt. Als die Dinkel in den Jahren 1930/1931 umgeleitet wurde, musste die Mühle mit elektrischer Kraft betrieben werden. Die Kornmühle blieb bis 1957 in Betrieb, die Ölmühle arbeitet seit dem ersten Weltkrieg nicht mehr. Restauriert wurde die Wassermühle 1972. Sie gehört zur "Herrlichkeit Lage", einem kleinen Dorf, das von 1605 bis 1806 einen Sonderstatus mit eigener Gerichtsbarkeit hatte. Dieser Zustand war der Tatsache zu verdanken, dass man Lage beim Westfälischen Frieden von 1648 schlichtweg vergessen hatte. Zu dem malerischen Fleckchen gehören außerdem das Herrenhaus der Familie van Heeckeren-Wassenaer, eine Eichenallee mit sechs Heuerhäusern von 1780 sowie die Burgruine Lage, die 1626 von den Holländern belagert und nach Abzug des damaligen Grafen in die Luft gesprengt worden ist. Zur restaurierten Wassermühle gehört auch ein Fachwerk-Mühlenhaus, in dem heute eine gemütliche Teestube eingerichtet ist.
Die Mühlenfreunde Lage, die auch Gruppenführungen auf Anmeldung durchführen, betreuen die Wassermühle und bieten jeden 2. Samstag im Monat den Mahltag an. Öffnungszeiten: Mai-Sept. Sa. 14-17 Uhr
Besichtigungen der Mühle sowie Führungen nach telefonischer Vereinbarung
Infos: Herr Horst van den Bosch, Tel. 05941 / 5584