

Hallo Kinder!
Das sind Jan und Anna. Jan ist schon total aufgeregt, weil er heute Besuch von seiner Cousine Anna aus der Stadt bekommt. Anna möchte bei Jan und seiner Familie die Sommerferien in der Grafschaft Bentheim verbringen. Da die Ferien ja bekanntlich sechs tolle Wochen lang sind, hat Jan sich schon eine Menge super Ausflüge überlegt, die die beiden zusammen unternehmen können.
Wau! Wau! Oh ... Entschuldigung! ... die die drei zusammen unternehmen können,denn natürlich ist Casper, Jans Hund, immer mit dabei!
Habt ihr Lust? Dann begleitet die drei doch auf einer "kunterbunten" Reise durch die Grafschaft Bentheim und lasst euch überraschen, was man hier alles unternehmen kann!
Viel Spaß!

"Waouh, was für eine Burg!" Anna staunt. Sie steht mit Jan und Casper vor dem Eingangstor der mächtigen Burg Bentheim. Jan zieht die beiden die Treppe zum Wehrgang hinauf. Zwischen Wachtürmen und Schießscharten können sie über die ganze Stadt und die Umgebung blicken. "Hier konnte niemand unbemerkt angreifen", erklärt "Feldherr" Jan. Hinter meterdicken Wänden befindet sich ein tiefes Verlies.
Anna bekommt eine Gänsehaut. Sie möchte lieber die schöne Kronenburg sehen. Vor allem im prächtigen Ernst-August-Zimmer bekommt sie glänzende Augen. Jan interessiert sich mehr für die blitzeblanken Ritterrüstungen und die geheimnisvolle Alchemistenküche. Wo aber steckt das Schlossgespenst? Die Burg besteht komplett aus Sandstein. Wo die großen Blöcke herkommen und wofür sie noch genutzt wurden, ist im Sandsteinmuseum am Fuße der Burg zu erfahren.
"Bei euch gibt es noch Nachtwächter?", fragt Anna erstaunt zurück.
Das klingt spannend. Kurz bevor es dunkel wird, erscheint der Nachtwächter in historische Gewänder gehüllt vor der Burg. Er führt sie durch die Gassen der Stadt – und erzählt unterwegs jede Menge spannende Geschichten … "Es gibt natürlich noch viiiiieeeeel mehr: die Freilichtbühne mit Kinderprogramm, den Bentheimer Wald, die Mühle in Gildehaus, das Geologische Freilichtmuseum …, worauf hast du Lust?" Darüber muss Anna erstmal eine Nacht schlafen …

"Schüttorf ist eine ganz alte Stadt – die gibt es schon über 1.000 Jahre", erklärt Jan und zeigt auf die schönen alten Häuser in der Innenstadt. Casper kann sich vor allem für die Stadtmauer begeistern …
Jan lädt seine Cousine und den Hund zu einem Rundgang ein – in
Holzschuhen. Unterwegs erfahren sie noch viel mehr Verrücktes. Zum Beispiel in der Kirche. Die Bänke sind in einem Kreis um die Kanzel herum aufgestellt! "Das gibt es nirgendwo anders", berichtet Jan stolz. "Und den Kirchturm nennen wir den Schüttorfer Riesen. Er ist 81 Meter hoch!"
Ihr frisches Wissen testen die Kinder beim Städtequiz – mit Erfolg. Nachdem Jan und Anna eifrig die Fragen beantwortet haben, brauchen ihre rauchenden Köpfe dringend eine Abkühlung. "Lasst uns im Vechtebad schwimmen gehen. Oder im Quendorfer See baden, dort gibt es einen echten Sandstrand", schlägt Jan vor. Anna ist begeistert.
Am nächsten Tag führt Jan seine Cousine und den Hund auf den Isterberg. Dort steht ein Aussichtsturm, von dem man einen tollen Blick auf die Grafschaft Bentheim hat. "Die 110 Stufen schafft ihr doch locker, oder?", fragt Jan und rennt los. Am Isterberg ist übrigens vor ganz langer Zeit die Arche Noah vor Anker gegangen, das Schiff, in dem Noah die Tiere vor der Sintflut gerettet hat. Anna kann es nicht glauben – bis Jan ihr die Spuren der Tiere zeigt. Da staunt selbst Casper!

"Nordhorn ist wie eine Insel", berichtet Jan. "Du spinnst", sagt Anna ungläubig. "Dann lass uns eine Fahrt in der Vechtesonne unternehmen, dann zeige ich es euch!" Jan läuft zur Abfahrtstelle des Passagierbootes. Dabei handelt es sich um ein ganz besonderes Schiff: Es wird mit Sonnenenergie angetrieben. Unterwegs zeigt sich, dass Jan Recht hat: Der Fluss Vechte umschließt die Innenstadt wie eine Insel. "Versuchs doch!" "Okay, dann komm mit in den Zoo: Dort lebt das Nordhörnchen ..." Anna lacht. Das Nordhörnchen gibt es tatsächlich – zumindest in einem speziellen Zooführer für Kinder. In dem Tierpark leben Seehunde, Affen und Leoparden ... "Und Bunte Bentheimer Schweine", ergänzt Jan. Aber ein ganz besonderer Fan ist Jan von dem abenteuerlustigen Seehund "Hannes", der aus dem Tierpark ausgebüchst und bis nach Holland geschwommen ist.
Am nächsten Tag legen Anna, Jan und Casper zu einer Kanutour ab. "Toll, wie die Indianer", freut sich Anna, steckt Casper eine Feder ins Fell und greift zum Paddel. "Beim nächsten Mal fahren wir Tretboot", kündigt Jan an. Anna sieht ihn fragend an. "Das ist wie Rad fahren im Wasser", erklärt er lachend. "Und jetzt ab ins Spielparadies Crocky! Oder lieber Schlittschuh laufen in der Eissporthalle?" Keine leichte Entscheidung …

Reiten, toben, Schafe hüten … Urlaub auf dem Land
Stolz sitzt Anna im Sattel und strahlt. Auf diesen Ausritt mit einem Pony hat sie sich besonders gefreut. "Hier in Uelsen gibt es gleich mehrere Reiterhöfe“, berichtet Jan. "Da findest du immer ein liebes Pferd." Danach toben die drei über den großen Abenteuerspielplatz. "Der trägt seinen Namen zu Recht“, findet Anna und klettert hinter Jan her auf ein buntes Gerüst. Zum Abkühlen tauchen die Kinder in das benachbarte Waldfreibad ein. "Die Riesenrutsche ist mehr als 70 Meter lang“, sagt Jan. Und ab geht’s ... Der späte Nachmittag bietet eine Überraschung: Jan führt Anna und Casper zu einem echten Schäfer auf den Lönsberg. Dort bestaunen sie eine Vorführung im Schafehüten. Ob Casper wohl ein guter Schäferhund wäre, fragt sich Anna.
"Wie niedlich!“ Anna hat sich rettungslos verliebt – in die quicklebendigen Ferkel der Wollschweine im Haustierhof Arends bei Emlichheim. "Hier leben besondere Tierrassen, die vom Aussterben bedroht sind“, weiß Jan. Anna würde am liebsten ein Ferkel mit nach Hause nehmen … Jan aber möchte ihr unbedingt den Mühlenpark Veldhausen zeigen. Diese Aussicht hat Anna überzeugt. "Hast du eigentlich schon mal auf einem Bauernhof Urlaub gemacht?“, fragt Jan. "Wie soll das denn gehen – zwischen Kühen und Schweinen …“, wundert sich Anna. Jan zeigt ihr einen der Höfe, auf dem man Ferien machen kann. Nicht im Kuhstall, sondern in einem richtigen Zimmer natürlich. "Hier darf man sogar im Stall mithelfen“, berichtet Jan.