

Von der Quelle bis zur Mündung
Der genaue Ursprung der Vechte lässt sich nicht genau festlegen, da der Fluss aus mindestens drei Quellen gespeist wird. Die "wahrscheinlichste" Quelle liegt am Südostrand von Darfeld im Münsterland.
In der Grafschaft Bentheim bei Emlichheim biegt die Vechte nach Westen ab und überschreitet bei Laar und Gramsbergen die deutsch-niederländische Grenze. An dieser Stelle wird die Vechte zur Overijsseler Vecht, denn sie fließt von nun an weiter durch die Provinz Overijssel. 167 km weiter mündet der Fluss bei Zwolle in das Zwarte Water, um anschließend im Ijsselmeer zu enden.
Wo die Vechte ihren Namen bekam
Die Vechte hieß früher einmal Vidrus. Umbenannt wurde sie angeblich in der Zeit der Christianisierung, als ein Prinz namens Vechtan in den Fluss stüzte und ertrank.
Die Vechte als Transport- und Handelsweg
Jahrhundertelang wurde der Bentheimer Sandstein über die Vechte in nahe und ferne Länder gebracht. In Schüttorf wurde er auf hölzerne Schuten verladen, und dann ging die Reise bis nach Holland oder Dänemark. Das Amsterdamer Rathaus besteht aus dem begehrten Naturstein, aber auch mancher Dom, mancher Herrensitz und manches Bürgerhaus.
Die Vechte wurde in den Jahren 1960/61 reguliert und verbreitert. Dadurch entstanden viele sogenannte "Vechtealtarme". Diese stellen heute reizvolle Biotope dar, die teilweise unter Naturschutz stehen. Schiffe sieht man nicht mehr auf der Vechte, denn der Fluss hat seine Transportfunktion verloren.
Die Vechte - der "Freizeitfluss"
Nunmehr sind Wassersportler und Angler an die Stelle der Fluss- und Linienschiffer getreten. In den Sommermonaten kann man an manchen Abschnitten Kanuwanderer entdecken. Und an den Ufern sitzen Angler, die den Triumph genießen, wenn ein Hecht oder Karpfen anbeißt. Die Wasserqualität ist in den vergangenen Jahren besser geworden, so dass sich auch Aale und Zander in der Vechte wohl fühlen.